Rechnungskorrektur in Candis erfassen
In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Rechnungskorrektur in Candis aktivierst und damit Korrekturen, Rückerstattungen und Stornierungen direkt im gewohnten Verarbeitungsprozess abbildest.
Was ist eine Rechnungskorrektur – und wann ist es eine Gutschrift?
Im Alltag sprechen viele von „Gutschrift", meinen damit aber unterschiedliche Dokumente.
Candis bildet beide Fälle über das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur ab – entscheidend ist, welche Art von Dokument dein Lieferant dir geschickt hat.
Rechnungskorrektur (auch: Korrekturrechnung oder Stornorechnung)
Der Lieferant korrigiert eine bereits gestellte Rechnung, z. B. weil ein Betrag fehlerhaft war oder Ware teilweise zurückgegeben wurde. Das Dokument ist ein Rechnungseingang. Du verarbeitest es wie eine normale eingehende Rechnung und aktivierst dabei das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur. Candis dreht den Bruttobetrag automatisch ins Negative.
Eine Rechnungskorrektur für einen Kreditor (Lieferanten) wird in Candis immer als Rechnungseingang mit einem negativen Wert gebucht.
Gutschrift im steuerrechtlichen Sinne
Hier übernimmt der Kunde (Leistungsempfänger) selbst die Abrechnung für den Lieferanten – die Rechnungsrichtung kehrt sich um. Das Dokument ist ein Rechnungsausgang. Auch in diesem Fall nutzt du das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur, da sich die Richtung der Rechnungslegung hin zu deinem Lieferanten umkehrt.
Beide Dokumentenarten werden über dasselbe Kontrollkästchen Rechnungskorrektur in Candis abgebildet. Die Rechnungskorrektur ist keine umsatzsteuerliche Gutschrift im eigentlichen Sinne, sondern ein Schalter, der den Bruttobetrag ins Negative dreht und den Beleg als Gegen- bzw. Stornobuchung exportiert.
Rechnungskorrektur aktivieren
Öffne den betreffenden Beleg in der Verarbeitungsansicht.
Navigiere zum Bereich Beträge im Eingabemenü auf der rechten Seite.
Aktiviere das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur. Candis dreht daraufhin automatisch das Vorzeichen des Bruttobetrags von positiv auf negativ.
Erfasse die weiteren Buchhaltungsdaten – z. B. Sachkonto, Steuersatz und KOST 1 – wie bei einem regulären Beleg.
Schicke den Beleg in die Freigabe oder direkt in den Export.
Das Kontrollkästchen lässt sich nur aktivieren, wenn ein Bruttobetrag ungleich 0 eingetragen ist. Über das Info-Symbol neben dem Kontrollkästchen siehst du den erklärenden Hinweis direkt in der Oberfläche.
Sobald die Rechnungskorrektur aktiv ist, blendet Candis Skonto-Felder und Zahlungsbedingungen aus, da diese für eine Korrektur nicht relevant sind.
Anwendungsbeispiele
Beispiel 1: Rechnungskorrektur – fehlerhafter Betrag Dein Lieferant hat eine Rechnung über 1.200 € gestellt, der korrekte Betrag beträgt jedoch 1.000 €. Du erhältst eine Korrekturrechnung über 200 €. Du erfasst diesen Beleg als Rechnungseingang in Candis, trägst 200 € als Bruttobetrag ein und aktivierst das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur. Candis exportiert –200 € als Gegenbuchung an DATEV.
Beispiel 2: Rechnungskorrektur – Teilrückgabe von Ware Du hast Ware im Wert von 500 € zurückgeschickt. Dein Lieferant stellt eine Korrekturrechnung aus, die den zurückgegebenen Betrag ausweist. Du verarbeitest diesen Beleg als Rechnungseingang und aktivierst das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur. Candis dreht den Betrag ins Negative und exportiert ihn als Stornobuchung.
Beispiel 3: Gutschrift im steuerrechtlichen Sinne Dein Unternehmen übernimmt die Abrechnung für einen Dienstleister und stellt ihm gegenüber selbst eine Gutschrift aus. Das Dokument stellt einen Rechnungsausgang dar. Du erfasst es in Candis und aktivierst das Kontrollkästchen Rechnungskorrektur, da sich die Rechnungsrichtung hin zum Lieferanten umkehrt.
